GrĂŒne Liga klagt erneut gegen Red-Bull-Dosenwerk
Der Umweltverband geht gegen den neuen Bebauungsplan in Baruth/Mark vor. Auch die Sperrung eines WaldstĂŒcks sorgt fĂŒr Ărger: Laut GrĂŒne Liga fehlt dafĂŒr die behördliche Genehmigung.
Der Streit um das geplante Dosenwerk sowie die Erweiterung des GetrĂ€nkestandorts von Red Bull und Rauch geht in die nĂ€chste Runde. Die GrĂŒne Liga Brandenburg hat einen erneuten Normenkontrollantrag und einen Eilantrag gegen den geĂ€nderten Bebauungsplan eingereicht. Der Verband will damit verhindern, dass der bedrohte Wald gerodet wird, bevor die RechtmĂ€Ăigkeit der Planung gerichtlich geklĂ€rt ist.
Die Stadt Baruth / Mark hat den neuen Bebauungsplan Ende Oktober bekannt gemacht. Statt eines Industriegebiets sieht dieser nun ein „Sondergebiet“ fĂŒr das Dosenwerk und einen bislang nicht nĂ€her konkretisierten Logistikstandort vor. Die GrĂŒne Liga hĂ€lt die Ănderung fĂŒr einen Versuch, planerische Konflikte zu umgehen. „TatsĂ€chlich beabsichtigt [die Stadt Baruth] ein Industriegebiet. Die Rechtsprechung bezeichnet einen solchen Fall als Etikettenschwindel“, so der Rechtsanwalt der GrĂŒnen Liga.
ZusĂ€tzliche Fragen wirft die Sperrung eines Teils der betroffenen WaldflĂ€che auf. Nach Angaben der GrĂŒnen Liga geht aus einem Schreiben der zustĂ€ndigen Forstbehörde hervor, dass dafĂŒr keine Genehmigung nach dem Landeswaldgesetz vorliegt. Trotz des gesetzlich garantierten Waldbetretungsrechts sei das GelĂ€nde abgesperrt.
Mit dem Eilantrag will der Umweltverband verhindern, dass durch eine vorzeitige Rodung unumkehrbare Tatsachen geschaffen werden. Der Wald bietet nach Angaben der GrĂŒnen Liga geschĂŒtzte LebensstĂ€tten fĂŒr Vögel und FledermĂ€use und speichert COâ.
Nun muss das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg erneut ĂŒber den Rechtsschutz gegen die Planung entscheiden.
Mehr ĂŒber den Konflikt in Baruth unter https://wald-statt-asphalt.net/red-bull-protest-baruth/

