Abrinken – verlassene Gartenkolonie besetzt

In Aarhus, DĂ€nemark, besetzte am 21. August 2026 eine Gruppe von Aktivist*innen eine verlassene Gartenkolonie. Die Natur hat das Gebiet zurĂŒckerobert, nun will die anarchistische Gruppe ein Refugium fĂŒr Mensch und Natur schaffen. Ziel ist es, einen Ort zu etablieren, in dem ein selbstorganisiertes Leben ohne soziale Hierarchien und UnterdrĂŒckung möglich ist. Die Gemeinde Aarhus hat die Besetzung schriftlich zum Verlassen des Gebietes aufgefordert und droht mit RĂ€umung.

Update: Am 22. September wurde die Besetzung von der Polizei gerÀumt. Dabei wurden alle Strukturen zerstört.

Position der besetzten Gartenkolonie: 56.149433, 10.179094

Eine neue Welt in der HĂŒlle der alten

Zur ihrer Motivation schreiben die Aktivist*innen auf ihrer Webseite:

Wir sind eine Gruppe freundlicher Anarchisten, die eine Reihe weitgehend verlassener SchrebergĂ€rten am Brabrandstein besetzt haben. Wir haben das Gebiet (A)brinken genannt. Hier werden wir die neue Welt in der HĂŒlle der alten erschaffen; ein lebendiges, vielfĂ€ltiges Refugium, das Raum fĂŒr die Natur und die gesamte menschliche Vielfalt bietet; eine lokale Gemeinschaft, die auf SolidaritĂ€t, gegenseitiger Hilfe und Gleichheit basiert, frei von der UnterdrĂŒckung und Entfremdung, die wir jeden Tag sehen und erleben, sowohl in der Gesellschaft um uns herum als auch im Rest der Welt.

Es ist Zeit, uns zu organisieren und unser Recht auf die Stadt einzufordern; unser Recht auf Selbstbestimmung und lokale Autonomie einzufordern; unser und das Recht aller auf ein gutes und erfĂŒlltes Leben hier auf dieser Erde einzufordern. Solche FreirĂ€ume und Zufluchtsorte entstehen nicht einfach von selbst – sie sind etwas, wofĂŒr wir arbeiten und kĂ€mpfen mĂŒssen. 

Aktiv fĂŒr den Erhalt des Naturraums

Die Aktivist*innen legen ihren Fokus auch auf Natur und BiodiversitÀt:

„Wir schĂŒtzen, bewahren und leben in SolidaritĂ€t mit allem Leben. Daher ist es unerlĂ€sslich, dass wir die reiche BiodiversitĂ€t der Region durch umweltfreundliche und minimal zerstörerische Bau- und Wohnmethoden pflegen. Soziale und kulturelle Veranstaltungen werden mit wenig bis keiner Störung der lokalen Flora und Fauna stattfinden.“

November 01, 2026 in

Aarhus (DĂ€nemark), Institut for X

Spendenkonto

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