Baustopp am Osthang Darmstadt
Nachdem die Stadt Darmstadt es im Februar 2026 es noch ganz eilig hatte, die Besetzung des Kulturzentrums am Osthang zu räumen und wertvolle Stadtnatur zu zerstören, erfolgt nun der Baustopp des geplanten Informationszentrum. Die Initiative „Osthang bleibt“ begrüßt das, fordert aber Transparenz und dezentrale Alternativen.
Die Initiative „Osthang bleibt“ begrüßt die heute von Oberbürgermeister Hanno Benz und Stadtplanungsdezernent Paul Wandrey verkündete Entscheidung, den Bau des Informationszentrums am Osthang der Mathildenhöhe zu stoppen und die Vermittlung des UNESCO-Welterbes grundsätzlich neu zu konzipieren. Die Initiative setzt sich seit rund zwei Jahren kritisch mit dem Bauprojekt auseinander und sieht in der heutigen Begründung der Stadt weitgehend die eigene Position bestätigt.
Zugleich verweist die Initiative auf den auffälligen Kontrast zum Ton der Stadtspitze noch im Februar 2026, als der Ort durch ca. 400 Einsatzkräfte geräumt wurde, die Bauarbeiten begannen und das Projekt als langjährig abgesichert und alternativlos dargestellt wurde. Die Initiative wirft die Frage auf, warum die Kehrtwende gerade jetzt und so plötzlich erfolgt, und fordert die Stadt auf, unter anderem die bis heute nicht veröffentlichte Machbarkeitsstudie offenzulegen.
Für die anstehende Neuausrichtung fordert „Osthang bleibt“:
- Eine ernsthafte Prüfung dezentraler Vermittlungskonzepte, etwa über das Große Haus Glückert, dem barrierefreien Ateliergebäude, Informationsstelen und weiteren dezentralen Möglichkeiten statt eines Neubaus,
- Realistische, an den tatsächlichen Besucherzahlen der Mathildenhöhe orientierte Prognosen statt überzogener Erwartungen,
- Die Rückgabe von Raum für die durch die Räumung verdrängte freie Kulturszene am Osthang, Gespräche mit dem OHA e.V. und anderen lokalen Vereinen sowie eine Zusammenarbeit mit Forschung, Hochschulen und der TU Darmstadt,
- Eine naturverträgliche Lösung in Zusammenarbeit mit lokalen Naturverbänden und der Naturschutzbehörde zu entwickeln, dazu auch den Schutz des noch bestehenden Biotops am Osthang,
- Den Einsatz der eingesparten Mittel dort, wo sie in Darmstadt dringender gebraucht werden.
Die Initiative bietet der Stadt einen offenen Dialog bei der Erarbeitung des angekündigten Vermittlungskonzepts an.
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Mehr über den Protest am Osthang unter https://wald-statt-asphalt.net/osthang-bleibt/
