Rettet die Jossolleraue! Kein Ausbau der B49
Aktuelle Bedrohungslage
Rodung kurzfristig möglich
03.02.2026 Die BÀume sind seit 1.2.26 besetzt. Laut Planung sollen die BÀume noch in dieser Rodungsperiode - also vor Ende Februar - gefÀllt werden.
Noch im Februar 2026 sollen die BĂ€ume fĂŒr die umstrittene B49 SĂŒdumgehung bei Reiskirchen (NĂ€he GieĂen) fallen, jetzt wurden sie besetzt.
Entlang des Naherholungs- und Naturschutzgebietes Jossollertal soll die B49 vom A5-Anschluss Reiskirchen bis hinter Lindenstruth auf eine neue Trasse verlegt werden. Dieses Naturschutzgebiet ist Teil des europĂ€ischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 und Lebensraum vieler schĂŒtzenswerter Arten. Wertvolle Ăcker sollen unter dem Beton der StraĂe verschwinden und die Landschaft fĂŒr einen weiteren unsinnigen StraĂenbau zerschnitten werden. Doch dagegen regt sich Widerstand. Ein breites BĂŒndnis aus Anwohnenden, den Initiativen âSanieren statt Planierenâ und âNaturfreunde Jossollertal e.V.â und kreativaktivistischen Menschen stellt sich den PlĂ€nen entgegen.Â
WĂ€hrend des Trassenspaziergangs wurde in einer gemeinschaftlichen Aktion die Plattform fĂŒr die Baumbesetzung hochgezogen. Seitdem harren die Aktivist*innen bei KĂ€lte und Schnee auf den BĂ€umen aus und setzten damit ein starkes Zeichen des Widerstands.
Position der Baumbesetzung: 50.5946976, 8.8166846 (am Radweg R7 zwischen Reiskirchen und der A5-UnterfĂŒhrung)
Planung mit gefakten Zahlen?
Die Prognosen, auf denen die Planung der UmgehungsstraĂe B49 beruhen, sind falsch. Statt der erwarteten Steigerung von ĂŒber 30 Prozent ist es zu einer Abnahme des Autoverkehrs gekommen. Das belegen selbst die offiziellen StraĂenverkehrszĂ€hlungen. Anstatt endlich eine sozialgerechte Verkehrswende voranzubringen, schichtet die Bundesregierung Mitteln um, bei der der Neubau von StraĂen und Autobahnen gegenĂŒber der Sanierung priorisiert wird
– trotz eines hohen Sanierungsstaus sollen Milliarden Euro in neue Verkehrsprojekte flieĂen, wĂ€hrend die Mittel fĂŒr die Instandhaltung bestehender BrĂŒcken und StraĂen gekĂŒrzt werden, der Ausbau des ĂPNVs zurĂŒck steht und neu zu bauende Radschnellwege vor sich hin dĂŒmpeln.Â
 Wendepunkt B49
Klare Aussage der Aktiven gegen den Neubau: „Dieser StraĂenbau findet nicht statt! Und auch sonst keiner mehr! Es reicht! Machen wir die B49 zu einem Wendepunkt: Vogelsbergbahn ausbauen statt parallel zu Bahn und A5 noch eine StraĂe bauen!“ Hier wird Verkehrswende gemacht und sich der Zerstörung von NaturrĂ€umen entgegengestellt.
Die Besetzung liegt am Radweg R7 zwischen Reiskirchen (an der Feuerwehr reinfahren) und der A5-UnterfĂŒhrung – und direkt an der Bahntrasse. Jeden Tag um 16 Uhr Treffen an der Besetzung zum Ideenschmieden fĂŒr Aktionen. Aber gerne auch zu anderen Zeiten vorbeikommen. Die Besetzung freut sich ĂŒber Besuch.
- Telegram @b49ticker
- Instagram @verkehrswende_giessen
- Projektwerkstatt https://projektwerkstatt.de/keine B49
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