Zweite Besetzung des Langener Bannwalds gerÀumt

In den frĂŒhen Morgenstunden des 3. Septembers wurde die zweite Waldbesetzung im Langener Bannwald von einem großen Polizeiaufgebot gerĂ€umt.

Die Aktivist*innen protestierten dort gegen die geplante Rodung von 21 Hektar Wald fĂŒr die Erweiterung einer Kiesgrube durch die Firma Sehring.

„Wir sind hier, um den Wald, unsere Zukunft und unsere Utopien mit unseren Körpern zu verteidigen. Wir werden nicht freiwillig gehen. Wir stellen uns gegen dieses kapitalistische System, in welchem nur fĂŒr den Profit einiger Weniger die Ressourcen dieser Erde ausgebeutet und unsere Lebensgrundlagen zerstört werden“, so Mara, Aktivistin der Waldbesetzung „Banny Bleibt“.

Die Besetzer*innen kritisieren insbesondere die ökologischen Folgen des Vorhabens. Der Wald habe eine wichtige Bedeutung fĂŒr das Stadtklima, verbessert Wasser- und Lufthaushalt und dient als wertvolle CO2-Senke, gerade angesichts von Klimakrise und zunehmenden Extremwetterereignissen.

„WĂ€hrend schon heute Menschen massiv unter den Folgen der Klimakatastrophe leiden, sollen hier große WaldflĂ€chen verschwinden, um weiteren Kies abzubauen. FĂŒr uns ist das nicht hinnehmbar“, so Lea, Aktivistin im Banny.

Die Polizei kann uns von den BÀumen holen und unsere BaumhÀuser zerstören, aber unsere TrÀume können sie nicht rÀumen und unseren Widerstand nicht beenden

Neben dem Protest gegen die Zerstörung des Waldes verstand sich die Waldbesetzung auch als Ort, an dem alternative, solidarische Formen des Zusammenlebens ausprobiert werden. Gemeinsam wurden Entscheidungen ohne starre Hierarchien getroffen, Verantwortung geteilt und ein selbstbestimmtes, solidarisches Miteinander erprobt.

Bereits im letzten Herbst wurde die erste Waldbesetzung im benachbarten WaldstĂŒck von einem großen Polizeiaufgebot gerĂ€umt. Das betroffene WaldstĂŒck wurde mittlerweile vollstĂ€ndig gerodet. Vor drei Monaten besetzten Aktivist*innen als FortfĂŒhrung des Protests ein neues WaldstĂŒck, welches in den nĂ€chsten Jahren ebenfalls von der Rodung bedroht ist.

Die Aktivist*innen wollen ihren Protest trotz allem fortfĂŒhren. „Die Polizei kann uns von den BĂ€umen holen und unsere BaumhĂ€user zerstören, aber unsere TrĂ€ume können sie nicht rĂ€umen und unseren Widerstand nicht beenden“, so Lea.

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