Waldbesetzer*innen protestieren beim Ironman gegen Zerstörung des Langener Bannwalds

In unmittelbarer Nähe der Ziellinie des Ironmans in Frankfurt kletterten Waldbesetzer*innen aus dem Langerer Bannenwald auf den Brückenbogen des Eisernen Stegs und hängten Transparente mit der Aufschrift „Bäume statt Hitze und Waldzerstörung in Langen. Stoppt Sehring! Banny bleibt“ und „Rise up against Genocide, Free Palestine“ auf.

Mit der Aktion stellen sich die Aktivist*innen gegen die Zerstörung eines wertvollen Trinkwasserschutzgebiets in Zeiten des Klimawandels. „Während in der Stadt Langen und im Kreis Offenbach der Wassernotstand ausgerufen wurde, zerstört das Unternehmen Sehring seit Jahren groẞe Teile des Langener Bannwalds und baggert dort derartig tief nach Kies und Sand, dass der Grundwasserspiegel immer weiter sinkt“, kritisiert Artuhr, einer der Aktivist*innen. 

Arthur äußert auch Unverständnis zur Kommunikation der Stadt: „Wir fragen die Stadt Langen: Wie kann es sein, dass Privathaushalte zum Wassersparen aufgerufen werden, während Sehring direkt nebenan den Menschen das Grundwasser abgraben darf? Das ist für uns nicht hinnehmbar!“

Wichtig ist den Aktivist*innen außerdem, darauf aufmerksam zu machen, dass nicht nur in Deutschland Wassernotstand herrscht, sondern andere Weltregionen noch deutlich stärker betroffen sind. Ursache dafür sind neben der Klimakrise auch politische Entscheidungen.

Anprangern wollen die Aktivist*innen auch den Genozid in Gaza, in dem die seit drei Jahren andauernden humnitären Krisen Folge von bewussten Entscheidungen in der Kriegsführung sind. Neben Wasser fehlt es dort auch an anderen grundlegenden Ressourcen wie Nahrung und medizinischer Versorgung. Versuche, diese in die betroffenen Gebiete zu transportieren, werden regelmäßig vom israelischen Militär verhindert.


Mehr über den Konflikt im Langener Bannwald unter https://wald-statt-asphalt.net/bannwald-langen/

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