Söhli muss bleiben!

„Söhli“ ist ein ca. 3 Hektar großer Mischwald mit zahlreichen alten Eichen und Buchen am Ortsausgang der Stadt Munster sĂŒdlich der LĂŒneburger Heide. Ein örtlicher Tiefbauunternehmer hat das WaldstĂŒck gĂŒnstig erworben, um sein direkt an den Wald grenzendes BetriebsgelĂ€nde erweitern und dort Bauschutt fĂŒr Recycling und andere Materialien lagern zu können. Der Aufstellungsbeschluss zur Änderung des FlĂ€chennutzungsplanes sowie zur Aufstellung eines maßgeschneiderten Bebauungsplanes wurde bereits gefasst, obwohl sich ĂŒber 1.000 Munsteraner BĂŒrger*innen in einer Petition dagegen ausgesprochen haben.

Der Wald befindet sich im Kohlenbissener Grund in 29633 Munster

Die BauplÀne sind unzulÀssig

Der Tiefbauunternehmer benötigt die WaldflÀchen vor allen Dingen, weil er auf seinem vorhandenen BetriebsgelÀnde zahlreiche Auflagen des geltenden Bebauungsplanes missachtet hat. Diese selbstverschuldeten Probleme könnten durch die Erweiterung des BetriebsgelÀndes und Zerstörung des Waldes gelöst werden. 

BauleitplĂ€ne dĂŒrfen nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches jedoch nur aufgestellt werden, „sobald und soweit es fĂŒr die stĂ€dtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist“ (§ 1, 3 BauGB). Das gilt auch fĂŒr die Änderung eines bestehenden B-Plans. Die Änderung oder Aufstellung eines B-Plans nur mit dem Ziel, einem Betriebsinhaber aus einer selbstverschuldeten Misere zu helfen, ist bauplanungs-rechtlich unzulĂ€ssig. Mit einer erfolgreichen Klage könnte der Wald gerettet und zudem ein wichtiger PrĂ€zedenzfall geschaffen werden.

Söhli muss bleiben!

Auch wenn es sich nur um eine relativ kleine WaldflĂ€che handelt, darf  sie in Zeiten der Klimakatastrophe und des Artenschwundes keinesfalls den wirtschaftlichen Interessen eines Einzelnen geopfert werden! FĂŒr die Munster*innen steht daher fest: Söhli muss bleiben!

Es wurden keine passenden BeitrÀge gefunden.

Stichworte
top