Spychigwald-Besetzung bei Langenthal

Widerstand gegen Straßenoffensive in der Schweiz

In den frĂŒhen Morgenstunden wurde der Spychigwald (Schweiz) zwischen Langenthal und Aarwangen am Donnerstag (19. Juni 2025) besetzt. Die Besetzenden vom Kollektiv „AufstĂ€nde der Allmende“ wehren sich damit gegen die geplante Umfahrungsstraße Aarwangen und die Straßenoffensive der Autoindustrie.

Nach drei Tagen wurde die Besetzung freiwillig wieder aufgelöst. Die Besetzer*innen kĂŒndigten allerdings an, dass der Widerstand gegen das Straßenprojekt weiter geht.

Bild-Quelle: Kritisches Fotokollektiv

Waldbesetzung gegen Landraub

Die Waldbesetzung richtete sich gegen die schĂ€dliche Umfahrungsstrasse Aarwangen, wogegen der lokale Verein «Natur statt Beton» schon seit Jahren Widerstand leistet. Die Straße wĂŒrde wertvolles Land im Smaragdgebiet Oberaargau und der Uferlandschaft an der Aare zerstören, Viele BĂ€uer*innen wĂŒrden damit ihr Land verlieren, was eine existenzielle Bedrohung ihrer Lebensgrundlage bedeutet kann.

In Zeiten des Klimakollaps sind neue Straßen ein KriegserklĂ€rung an die Erde und die Bevölkerung. Als Teil der Klimagerechtigkeits-bewegung werden wir uns vehement gegen Landraub und Klimazerstörung verteidigen – egal ob hier oder anderswo.
– Mona Aerni, AufstĂ€nde der Allmende

Bild-Quelle: Kritisches Fotokollektiv

Aggressive Straßenoffensive

Die geplante Umfahrungsstrasse ist kein isoliertes Projekt. In der ganzen Schweiz treiben Rösti und Co. eine „aggressive Straßenoffensive“ voran – beispielsweise in Solothurn oder in Luzern, wo sich an beiden Orten Widerstand organisiert hat. Sogar Großprojekte wie der Rheintunnel in Basel, die bereits in Abstimmungen abgelehnt wurden, versuchen rechte Politiker*innen noch durchzudrĂŒcken.

Bildquelle: Berner Zeitung

AufstÀnde der Allmende

Nun hat der lokale Widerstand UnterstĂŒtzung vom Kollektiv AufstĂ€nde der Allmende erhalten. Die Waldbesetzung schaffte eine vorĂŒbergehende Allmende. Mit „Allmende“ ist ein gemeinschaftlicher und sorgfĂ€ltiger Umgang mit Land und anderen Lebensgrundlagen gemeint. In einem „Allmende-Plenum“ , zu dem insbesondere auch Anwohnende eingeladen wurden, wurde entschieden, wie es mit der Besetzung weitergeht.

Anreise mit dem öffentlichen Verkehr

‱ Bern – Langenthal – Hard-Mumenthal
‱ ZĂŒrich HB – Olten – Langenthal – Hard-Mumenthal
‱ Basel SBB – Olten – Langenthal – Hard-Mumenthal
‱ Lausanne – Solothurn – Hard-Mumenthal
‱ Genùve – Renens VD – Olten – Langenthal – Hard-Mumenthal
Ab dann sind es noch ca. 10 Minuten zur Fuß bis zur ehemaligen Waldbesetzung.

Position der ehemaligen Besetzung: 47.228071, 7.761551

 WeiterfĂŒhrende Informationen und KanĂ€le

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